Ozonbelastung auf Mallorca: Stand 2026

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Die Ozonbelastung stellt auf den Balearen und in ganz Spanien ein gravierendes Umwelt- und Gesundheitsproblem dar. Trotz leichter Verbesserungen in einigen Regionen überschreiten die gemessenen Werte regelmäßig die Empfehlungen der WHO und nationale Grenzwerte.

Im Jahr 2026 wurden auf den Balearen die WHO-Grenzwerte für Ozon an mehr als 25 Tagen überschritten. Besonders betroffen waren die Stationen in Mahón und am Hospital Juan March mit bis zu 130 Tagen über dem Grenzwert. Während einige Regionen wie der Rest von Mallorca, Menorca und Ibiza eine Verbesserung erfuhren – die Ozonwerte lagen hier um 29 % unter dem Durchschnitt der Jahre 2012–2019 – stiegen die Werte in der Stadt Ibiza und in der Serra de Tramuntana um bis zu 22 %.

Zu den Hauptquellen dieser Belastung zählen:

Wärmekraftwerke und Industrieanlagen
Verkehr (Auto- und Flughafenverkehr in Palma, Schiffsverkehr)
Müllverbrennungsanlage Son Reus

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Die Belastung betrifft sowohl Küstengebiete als auch entfernte Orte im Landesinneren. In Menorca waren bis zu 40.000 Menschen von Konzentrationen betroffen, die sogar den neuen EU-Grenzwert für 2030 überschritten. Insgesamt lebten 42 % der balearischen Bevölkerung in Gebieten, in denen das Ziel des Gesundheitsschutzes nicht eingehalten wurde.

Spanien erlebte, angetrieben durch extreme Hitze und mehrere Hitzewellen, im Jahr 2026 die höchsten Ozonwerte seit einem Jahrzehnt. Landesweit waren fast 9 Millionen Menschen, also 17 % der Bevölkerung, von Grenzwertüberschreitungen betroffen – nach WHO-Empfehlung wären es sogar 99 %. Besonders stark belastet waren Katalonien und die Region Madrid.

Die gesundheitlichen Folgen sind alarmierend: Laut Schätzungen führt Ozon zu jährlich 10.000 vorzeitigen Todesfällen, allein im Sommer 2026 gab es rund 5.800 zusätzliche Todesfälle durch die Kombination aus Hitze und Ozon.

Die Organisation „Ecologistas en Acción“ fordert eine entschiedene und koordinierte Reaktion der Behörden: einen nationalen Ozonplan, bessere Information der Bevölkerung und die zügige Umsetzung der europäischen Luftqualitätsrichtlinie. Der Handlungsbedarf ist groß, um den Gesundheitsschutz der Bevölkerung nachhaltig zu sichern und die Ozonbelastung auf ein verträgliches Maß zu senken.

Quelle: Agenturen